Flickschusterei bei der Corona-Prämie beenden und Probleme in der Pflege anpacken

Zur Diskussion über die Corona-Prämie erklären Kordula Schulz-Asche, Sprecherin für Alten- und Pflegepolitik, und Beate Müller-Gemmeke, Sprecherin für ArbeitnehmerInnenrechte und aktive Arbeitsmarktpolitik:

„Wir diskutieren seit dem Frühjahr über eine Corona-Prämie für Menschen, die mit ihrer Arbeit nicht nur, aber besonders in der Pandemie einen besonderen Dienst für unsere Gesellschaft leisten. Das Klein-Klein der Bundesregierung ist dabei nicht nachvollziehbar und mehr als peinlich. Eine steuerfinanzierte Lösung hätte es ermöglicht, die Corona-Prämie fair auszugestalten und schnell auszubezahlen. Leider hat die Bundesregierung die Chance verpasst, ein glaubhaftes Zeichen der Wertschätzung an die Menschen im Gesundheitswesen zu senden. Es wäre nun die Zeit, den Arbeitsalltag der Pflegekräfte nachhaltig zu verbessern, statt sich mit Einmalzahlungen zu beschäftigen, die nichts an den grundsätzlichen Problemen in der Pflege ändern. Die Pflegekräfte warten noch immer auf eine tarifliche Bezahlung und eine angemessene Personalausstattung, die eine gute Pflege erst möglich macht. Wir fordern die Bundesregierung auf, die Flickschusterei an der Corona-Prämie zu beenden und die Probleme in der Pflege endlich anzupacken.“