Viele Fragezeichen zur geplanten bundesweiten Engagementstiftung

Auf Anfrage des Couragiert-Magazin kommentierte Kordula Schulz-Asche MdB die Pläne des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eine Bundesstiftung zur Engagementförderung zu gründen:

Es gibt zur Planung einer bundesweiten Engagementstiftung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend viele offene Fragen. Ich verstehe, dass nach einem Weg gesucht wird, wie der Bund stärker das bürgerschaftliche Engagement vor Ort fördern kann. Von Länderstiftungen wissen wir, dass sie viel Hoffnung wecken, diese aber oft nicht erfüllen. Es besteht die Gefahr, dass nur wenige ausgewählte Projekte profitieren mit denen sich die Stiftung brüsten kann. Über die Verwendung von Steuergeldern wird nicht mehr in Parlamenten, sondern von einem „Schattenkabinett“ entschieden. Solche Erfahrungen bei Landesstiftungen sollten zunächst gemeinsam mit den Ländern ausgewertet werden, damit nicht die gleichen Fehler gemacht werden.

Mir ist eine nachhaltige, sich nicht immer von Projektmitteln zu Projektmitteln hangelnde Finanzierung des bürgerschaftlichen Engagements vor Ort wichtig. Da hilft kein neuer Finanztopf für ausgewählte Projekte. Die Kommunen brauchen Geld, um das, was vor Ort notwendig und oft schon vorhanden ist, finanziell zu stemmen. Was das ist, wissen sie am besten.

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